hftm feiert Rekord-Diplomfeier im TISSOT Velodrome
Erstmals fand der feierliche Anlass im TISSOT Velodrome in Grenchen gemeinsam für die berufsbegleitenden und die Vollzeitstudiengänge statt. Mit insgesamt 152 verliehenen Diplomen und rund 550 Gästen erreichte die Feier sowohl bei den Diplomierten als auch bei den Besucherinnen und Besuchern einen neuen Höchstwert.
Die Eröffnung und Begrüssung übernahm Michael Benker. In seiner Ansprache würdigte er die ausserordentliche Leistung der Diplomierten. Ein Studium an einer Höheren Fachschule sei anspruchsvoll und verlange Durchhaltevermögen, Disziplin und Organisation. Besonders die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und oftmals auch Familie stelle eine grosse Herausforderung dar. Umso mehr verdienten die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen grossen Respekt und herzliche Gratulation.
Insgesamt wurden 152 Diplome übergeben, darunter 15 an französischsprachige Diplomierte. Im berufsbegleitenden Studium entfielen 40 Diplome auf die Elektrotechnik mit den Vertiefungen Energietechnik, Gebäudeautomation und Automation, 19 auf die Informatik, 40 auf den Maschinenbau und 35 auf die Prozesstechnik. In den Vollzeitstudiengängen schlossen 18 Studierende erfolgreich ab, davon 8 in Systemtechnik und 10 in Maschinenbau.
Anwesend waren neben den Angehörigen, Dozierenden, Fachbereichsleitenden und Gästen der hftm auch Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft, darunter Gäste aus dem Kantonsrat. Ebenfalls begrüsst wurden Michael Zuber, Vorsitzender der Expertenkonferenz, sowie Martin Schwab als Vertreter von ODEC, der Dachorganisation und Plattform der Diplomierten Höherer Fachschulen.
Leidenschaft als Formel für die Zukunft
Die Festrede hielt Erwin Fischer, Verwaltungsratspräsident der hftm. Im Zentrum seiner Ansprache stand die Frage, welche Faktoren die persönliche Zukunft bestimmen. Er betonte, dass jede Person Verantwortung für ihren eigenen Weg übernehmen müsse. Anhand einer persönlichen Anekdote aus seiner jungen Berufslaufbahn erinnerte er an einen Grundsatz eines Vorgesetzten, der ihn geprägt habe: Man spreche nicht über Personen, die nicht anwesend seien. Für die Zukunft brauche es Wille, Potenzial und Mittel.
Daraus leitete er seine Formel ab: L = W x P x M
«Für die Zukunft braucht es Wille, Potenzial und Mittel.»
Leistung entsteht aus Wille, Potenzial und den passenden Mitteln. Sein Appell an die Diplomierten war klar: Die eigene Zukunft beginnt mit der Überzeugung, sie selbst gestalten zu können.
Ein weiterer feierlicher Moment war die Stabsübergabe im Verwaltungsrat. Thomas Mäder, Vizepräsident des Verwaltungsrats, übernimmt das Amt von Erwin Fischer. Er gratulierte den Diplomierten zu ihrem Erfolg und dankte Erwin Fischer für dessen grosses Engagement, seine Arbeit und seine langjährige Verbundenheit mit der hftm.
Die Diplomübergabe erfolgte anschliessend pro Fachbereich gemeinsam mit den jeweiligen Fachbereichsleitenden. Aufgrund der hohen Anzahl Diplomierter dauerte dieser Teil der Feier länger als in früheren Jahren, was den Rekordcharakter des Anlasses nochmals sichtbar machte.
Persönliche Rückblicke der Diplomierten
Ein besonderes Highlight der Diplomfeier waren auch in diesem Jahr die Rückblicke der Diplomierten selbst. Sie gaben persönliche, humorvolle und ehrliche Einblicke in ihre Studienzeit. Kristjan Kuqi sprach für den Studiengang Elektrotechnik und sorgte mit seinem Hinweis, dass das Lohnkonto nun auf eine Erhöhung hoffe, für Lacher im Publikum. Gleichzeitig blickte er auf intensive Studienjahre zurück und freute sich darauf, nach dem Abschluss wieder etwas herunterzuschalten.
Für die Informatik sprach Daniel Wüster. Mit Selbstironie erwähnte er, dass er demnächst 50 werde und nicht mehr ganz zum jüngsten Semester gehöre. Rückblickend sei der Entscheid für das Studium jedoch richtig gewesen. Gleichzeitig machte er deutlich, wie anspruchsvoll es sei, steigende berufliche Anforderungen, Studium und Familie unter einen Hut zu bringen. Der Abschluss gehöre deshalb nicht nur den Diplomierten selbst, sondern auch den Angehörigen und allen Menschen, die sie während dieser Zeit unterstützt hätten.
Thomas Recordon richtete sich als Vertreter des Maschinenbaus in französischer Sprache an die Gäste. Er erinnerte daran, dass für viele der Weg zum Diplom auch mit Verzicht verbunden gewesen sei. Mut, Ausdauer und Durchhaltewillen hätten diese Studienzeit geprägt. Besonders dankte er den Familien, die diesen Weg mitgetragen hätten. Sein Fazit brachte die gemeinsame Leistung auf den Punkt: Merci à eux, bravo à nous.
Maja Düster sprach für die Prozesstechnik und erzählte, wie sie sich nach einem spontanen Besuch eines Infoabends direkt für das Studium angemeldet hatte. Die Messlatte sei hoch gewesen, doch neben dem Fachwissen seien auch die Netzwerkanlässe, der Austausch und neu entstandene Freundschaften prägend gewesen.
Samuel Vabulari gab als Vertreter des Vollzeitstudiengangs Systemtechnik einen persönlichen Einblick. Anfangs sei er nicht sicher gewesen, ob sich ein Diplom lohne. Heute sei er stolz darauf, im Betrieb fundiert mitreden und bessere Lösungen vorschlagen zu können.
Im Anschluss überreichte Michael Zuber als Vorsitzender der Expertenkonferenz die Diplompreise. Zusätzlich wurde durch die FSMP, die Fédération Suisse des Professionnels de la Mécanique, ein Best Practice Award verliehen.
Musikalisch begleitet wurde die Diplomfeier von David di Alma, der dem Anlass einen würdigen und festlichen Rahmen verlieh. Vor dem anschliessenden Apéro wurden die traditionellen Gruppenfotos der Diplomierten aufgenommen.
Diplompreise für ausserordentliche Leistungen
Die grosszügigen Preise wurden von den genannten Unternehmen und dem hftm.förderverein gesponsert.
Die hftm gratuliert allen Diplomierten herzlich zu ihrem erfolgreichen Abschluss und wünscht ihnen für ihren weiteren beruflichen und privaten Weg viel Erfolg, Freude und Zuversicht.